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Ausbildung

ZFA Abschlussprüfung 2026: Aufbau, Themen & Prüfungsvorbereitung

Alles zur ZFA-Abschlussprüfung: Prüfungsaufbau, häufige Themen, Lernplan, Tipps für schriftliche und praktische Prüfung. So bestehst du beim ersten Versuch.

10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: Mai 2026

Die ZFA-Abschlussprüfung ist der entscheidende Schritt nach drei Lehrjahren. Dieser Guide erklärt dir den genauen Aufbau, welche Themen am häufigsten kommen – und wie du mit dem richtigen Lernplan sicher besteht.

Prüfungsaufbau auf einen Blick

Teil 1 – Behandlung

90 Min. schriftlich. Zahnheilkunde, Hygiene, Röntgen, Prophylaxe, Notfall.

Teil 2 – Verwaltung

90 Min. schriftlich. BEMA/GOZ, Datenschutz, Recht, Buchführung.

Praktische Prüfung

~90 Min. Aufgabe + 20 Min. Fachgespräch. Bewertet durch Prüfungskommission.

Prüfungsthemen im Detail

Teil 1: Behandlungsassistenz
Karies: Entstehung, Klassifikation, Behandlung
Endodontie: Wurzelkanalbehandlung, Instrumente
Parodontologie: Erkrankungen, Behandlung, PA-Status
Prophylaxe: PZR, Fluoridierung, Fissurenversiegelung
Prothetik: Einteilung, Materialien, Abdrücke
Röntgen: Indikationen, Strahlenschutz, Bildmängel
Hygiene: Sterilisation, Desinfektion, Hygieneplan
Notfallmaßnahmen: Anaphylaxie, Synkope, CPR-Grundlagen
Teil 2: Praxisorganisation und -verwaltung
BEMA: Hauptpositionen, Abrechnung, Steigerungsfaktoren
GOZ: Grundstruktur, Analogleistungen, Steigerungsfaktoren
Heil- und Kostenplan (HKP): Ausfüllen, Genehmigung
Datenschutz (DSGVO): Patientendaten, Aufbewahrungsfristen
Arbeitsrecht: Kündigung, Urlaubsanspruch, Probezeit
Praxisbuchhaltung: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
Terminmanagement und Recall-Systeme
Qualitätsmanagement: QM-Grundlagen in der Zahnarztpraxis
Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung wird von einer Prüfungskommission der Zahnärztekammer abgenommen. Typische Aufgaben:

Instrumentenaufbereitung: Reinigung, Desinfektion, Sterilisation korrekt dokumentieren
Stuhlassistenz simulieren: Vorbereitung eines Tabletts für eine bestimmte Behandlung
Abformung / Modellherstellung demonstrieren
Notfallsituation meistern: z.B. Synkope oder anaphylaktische Reaktion schildern
Fachgespräch: Fragen zu Fachkunde, Hygiene oder Verwaltung

Lernplan: 12 Wochen bis zur Prüfung

Woche 1–3Bestandsaufnahme + Schwächenfach angehen
Woche 4–6Zahnheilkunde vertiefen (Karies, Endo, Paro, Prothetik)
Woche 7–9Abrechnung (BEMA + GOZ): Täglich 1–2 Abrechnungsfälle üben
Woche 10–11Alte Prüfungsaufgaben lösen (unter Zeitdruck)
Woche 12Wiederholung, Praktische Prüfung üben, Erholung

Wichtigste Lernressource: Alte Prüfungsaufgaben

Die meisten Zahnärztekammern stellen alte Prüfungsaufgaben kostenlos oder günstig zur Verfügung. Auch der vmf (Verband medizinischer Fachberufe) bietet Lernhefte an. Das Prinzip "Prüfungen lösen unter Zeitdruck" ist die effektivste Vorbereitung.

10 Tipps für die Prüfung

1

Lerne täglich 60–90 Min. statt Marathon-Sessions am Wochenende

2

Nutze Lernkarten für BEMA-Positionen – auswendig lernen hilft

3

Schlaf die Nacht vor der Prüfung mindestens 7–8 Stunden

4

Frühstücke gut am Prüfungstag – Blutzucker beeinflusst Konzentration

5

Lies jede Frage zweimal – viele Fehler entstehen durch Lesen-Übersehen

6

Bei Multiple-Choice: Erst alle antworten, dann unsichere überprüfen

7

Abrechnung: Immer Kassenpatient vs. Privatpatient unterscheiden

8

Praktische Prüfung: Laut denken – erkläre, was du tust

9

Fachgespräch: Ruhig atmen, kurze Pausen sind erlaubt

10

Nach der Prüfung: Nicht zu früh feiern oder verzweifeln – Ergebnis abwarten

Häufige Fragen zur Abschlussprüfung

Aus welchen Teilen besteht die ZFA-Abschlussprüfung?

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen Teil (Teil 1 und Teil 2) und einem praktischen Teil. Teil 1 (Behandlungsassistenz): 90 Minuten, Fragen zu Zahnheilkunde, Hygiene, Instrumentenkunde. Teil 2 (Praxisorganisation und -verwaltung): 90 Minuten, Abrechnung BEMA/GOZ, Verwaltung, Recht. Praktische Prüfung: Praktische Aufgabe in der Praxis (ca. 90 Minuten) + Fachgespräch (ca. 20 Minuten).

Wie hoch ist die Durchfallquote bei der ZFA-Abschlussprüfung?

Bundesweit bestehen ca. 75–80% im ersten Versuch. Etwa 10–15% treten nicht an (Krankheit, Prüfungsrücktritt). Wer nicht besteht, hat zwei Wiederholungsversuche. Die schriftlichen Teile sind meist einfacher als die praktische Prüfung, die von der Prüfungskommission individuell bewertet wird.

Was passiert, wenn ich die ZFA-Abschlussprüfung nicht bestehe?

Du kannst die Prüfung zweimal wiederholen. Zwischen den Prüfungsterminen kannst du weiterarbeiten und lernen. Auf Antrag kann die Ausbildungszeit um maximal ein Jahr verlängert werden. Nach dem zweiten Wiederholungsversuch ohne Bestehen endet die Ausbildung ohne Abschluss – du kannst aber jederzeit neu beginnen.

Welche Themen kommen am häufigsten in der ZFA-Abschlussprüfung vor?

In Teil 1: Kariesentstehung und -behandlung, Endodontie, Parodontologie, Prophylaxe, Röntgen, Sterilisation/Hygiene, Notfallmaßnahmen. In Teil 2: BEMA-Positionen (Füllungen, Extraktionen, Prothesen), GOZ-Grundlagen, Privatliquidation, Datenschutz (DSGVO), Arbeitsrecht, Buchführung. In der Praxis: Instrumentenaufbereitung, Assistenz, Patientenmanagement.

Wie lange vor der Prüfung sollte ich mit dem Lernen beginnen?

Mindestens 3 Monate intensive Vorbereitung. Beginne mit dem schwächsten Fach (meist Abrechnung). Nutze alte Prüfungsaufgaben der zuständigen Zahnärztekammer – diese sind oft kostenfrei erhältlich oder über vmf-Lernhefte zugänglich. Lerne täglich 1–2 Stunden statt kurz vor der Prüfung in Panik-Sessions.

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